Die Aikido-Abteilung wurde Mitte 2009 im Dojang-Center in Ellwangen ins Leben gerufen. Neben dem Taekwondo haben Club-Mitglieder ab 12 Jahren so die Möglichkeit eine weitere Budo-Disziplin zu erlernen. Aikido verbindet traditionelle japanische Selbstverteidigung mit moderner Kampfkunst, deren Ziel der friedfertige und harmonische Umgang mit dem Gegner ist.
(Gemeinsames Training der Aikidokas aus Ellwangen und des Postsportvereins Aalen)

Aikido ist eine defensiv ausgerichtete japanische Kampfkunst, die Anfang des 20. Jahrhunderts von Morihei Ueshiba begründet wurde. Sie basiert vor allem auf Techniken aus dem Daito-ryu Jujutsu, welches wiederum auf die Selbstverteidigungstechniken der Samurai zurückzuführen ist. Ueshiba hat diese Techniken jedoch so modifiziert, dass sie den Gegner nicht schwer verletzen oder gar vernichten, sondern nur vorübergehend angriffsunfähig machen oder ihn zur Aufgabe zwingen. Die Angriffsenergie wird dabei so umgelenkt, dass sie sich gegen den Gegner selbst richtet und ihn so beispielsweise durch einen Wurf zu Fall oder durch einen Hebel in eine für ihn sehr ungünstige Position bringt, in der er seinen Angriff nicht mehr Fortsetzen kann. Aikido gilt daher als friedfertige Kampfkunst.
Ein bekanntes Zitat von Ueshiba lautet: "Wahres Budo dient jedoch nicht einfach dazu, den Gegner zu zerstören; es ist viel besser, einen Angreifer geistig zu besiegen, so dass er seinen Angriff gerne aufgibt."

Ai bedeutet Harmonie,
Ki Lebensenergie oder universelle Energie,
Do der Lebensweg.
Daher lässt sich Aikido auch als "der Weg zur Hamonie der Kräfte" übersetzen.
Neben Techniken ohne Waffen, gibt es auch Verteidigungstechniken mit bzw. gegen Holzschwert (Bokken), Stock (Jo) und Messer (Tanto).
Wer sich vor allem für den meditativen Umgang mit traditionellen Waffen interessiert, findet hier ein weiteres interessantes Angebot im Dojang-Center.
Außer den Übungen im Stand, gibt es im Aikido auch solche, die im Kniestand ausgeführt werden.
Wie im Taekwondo-Training auch, beginnt das Aikido-Training mit Aufwärm-, Kräftigungs- und Dehnungsübungen.
Beim Aikido ist außerdem die Fallschule sehr wichtig, um sich bei einem Wurf nicht zu verletzen. Deshalb nimmt dies gerade bei Anfängern einen recht hohen Teil des Trainings ein.
In Partnerübingen wird dann jeder abwechselnd den Part des Angreifers (Uke) und den Part des Ausführenden (Tori, Nage) übernehmen. Dabei ist zu betonen, dass eine gute Zusammenarbeit hierbei besonders wichtig ist. So sollte sich der Angreifer nicht sperren, damit der Ausführende die anfangs vielleicht kompliziert wirkende Technik richtig erlernen kann. Und selbstverständlich muss der Ausführende darauf achten, dass er den Angreifenden nur so wirft, wie es seine Fähigkeiten zu lassen. Besondere Rücksicht ist auch bei den Hebeln geboten, denn nicht jeder ist gleich gelenkig.

Neben den zahlreichen Wurf- und Haltetechniken, lernt der Übende auch den richtigen Umgang mit Schwert, Stock und Messer. Im Formenlauf (Kata) wendet er dann z.B. die Verteidigung mit dem Stock gegen einen gedachten Gegner an.
Aikido fördert so Konzentration, Reaktion und Feingefühl. Es stärkt den respektvollen, kontrollierten Umgang mit den Trainingspartnern und schenkt Vertrauen in sich und andere.
Wer mehr über das Aikido-Training im Dojang-Center, Umgangsformen, Gürtelfarben und Begriffe erfahren möchte, der findet hier weitere Informationen.